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Goldene Konfirmation in der Rellinger Kirche

Goldene Konfirmation

Gerade haben wir die rund 80 neuen Konfirmanden dieses Jahres in der Kirche begrüßt. Das zeigt, dass für viele immer noch ein Segen zum Erwachsenwerden immer zum Leben dazugehört. Wann sind Sie konfirmiert worden? Wenn das in den Jahren 1967 und 1968 gewesen ist, dann haben Sie in diesem Jahr ein Jubiläum, dass wir gerne mit Ihnen in der Kirche feiern möchten. Im Gottesdienst am 26. August um 10 Uhr möchte ich mich gerne mit Ihnen erinnern. Vielleicht entdecken wir gemeinsam Gottes Spuren auf Ihrem Lebensweg? Vielleicht sagen wir anderen davon etwas weiter? Vielleicht hören wir ein paar Geschichten darüber, wie es damals gewesen ist? Vielleicht laden wir ein paar „Teamer“ dazu ein, die von Ihnen hören und Ihnen etwas über den Konfirmandenunterricht heute erzählen…

Nach dem Segen in der Kirche essen wir gemeinsam zu Mittag und sehen uns ein paar Orte in der Gemeinde an, die vor 50 Jahren für Sie eine Rolle gespielt haben. Da ist es hilfreich, wenn Sie sich einmal bei mir melden (04101-780 615 oder pachnicke@rellingerkirche.de), damit wir für Sie planen können. Und weisen Sie gerne andere Menschen auf das Datum hin und geben Sie die Informationen weiter. Wir freuen uns auf Sie!

Thorsten Pachnicke

Titel

"Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerreißt."

Liebe Leserin, lieber Leser, seit 35 Jahren nun bin ich als Rellinger Diakon vor allem für die Arbeit mit Jugendlichen, auch in der Konfirmandenzeit, zuständig. Spannende und erfüllende Jahre waren das, sind es noch immer. Oft werde ich gefragt, ob ich mich nicht allmählich zu alt dafür fühle… Nein, sicher nicht! Ich bin weit davon entfernt, ein Berufsjugendlicher zu sein und je nach Lebensdekade hat sich mein Verhältnis zu den „jungen Leuten“ immer wieder verändert. Trotzdem fühle ich mich immer noch am richtigen Platz, bin den Jugendlichen ein aufmerksamer Zuhörer und bringe ihnen, wie schon immer, echtes Interesse entgegen. Sicher, die Jugend verändert sich und ich verändere mich auch, aber die Faszination für die Sichtweisen junger Menschen ist geblieben. Manches nervt mich: die Unverbindlichkeit wächst, die Zuverlässigkeit nimmt ab, aber haben darüber nicht schon griechische Philosophen und deutsche Dichter geklagt? Was mich auch nach insgesamt 40 Jahren Jugendarbeit immer noch fasziniert, ist die immer neue Sichtweise der Jungen auf unsere Welt und unsere Werte. Ich vergesse nicht, wie es mal war, die Welt für veränderbar zu halten, hier, heute, jetzt sofort! Sich über Ungerechtigkeit, Dummheit oder Ignoranz schwarz ärgern zu können, auch über die Gier und über  Vollversager in hohen und höchsten Stellungen. Genau das konnte noch einer: Jesus Christus, der kompromisslos immer mit dem Kopf durch die Wand wollte und auch viele vor den Kopf stieß, weil es einfach sein musste, weil es bitter nötig war!
Jesus hat gekämpft für eine Welt, in der Jeder und Jede einen gerechten und guten Platz findet. Und bei den Jugendlichen sehe ich immer wieder einen geradezu ungläubigen Blick auf diese Welt, in der so viel schief läuft, scheinbar selbstverständlich und manchmal geradezu gewollt. Mein Auftrag in unserer Kirche ist es, gemeinsam mit PastorInnen, KollegInnen und vielen Ehrenamtlichen junge Menschen an den Glauben heranzuführen und ihnen eine Idee davon zu geben, wie sich der Glaube und die Gemeinschaft bei uns in der Kirche auf ihr Leben auswirken kann und diese Gemeinschaft auch mit formt. Und diesen Auftrag nehme ich gerne weiter an. Also, „ihr Jungen“, bleibt bitte dabei! Ihr seid diejenigen, die das Schicksal dieser Welt im nächsten halben Jahrhundert in der Hand halten! Und ihr fangt immer wieder neu an. Bei uns zum Beispiel in der Konfizeit, als Teamerin und Teamer und inzwischen auch im Kirchengemeinderat. Und denkt bitte endlich daran, eure Anmeldezettel abzugeben!

Ihr und euer Diakon Andy Scheerbarth

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