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Alle Jahre wieder feiern wir weltweit gemeinsam Geburtstag. Ein Kind kommt in Bethlehem zur Welt, das Frieden bringt: Von einem guten Stern geleitet beten in einem dunklen Stall Menschen zusammen, die sich sonst nicht begegnet wären. Und das strahlt hell aus. Auch wir machen uns auf den Weg zur Krippe.
Jeweils um 18 Uhr sind alle herzlich eingeladen: Die Adressen finden Sie oben. Ein geschmücktes Fenster weist den Weg. Einen Becher mitbringen wäre gut. Wir hören weihnachtliche Geschichten, singen die alten Lieder, lernen bei Tee und Keksen Menschen kennen, denen wir sonst vielleicht nicht begegnen. Und es wird hell und warm mitten unter uns.

Editorial

Licht

Am ersten Advent erstrahlt unsere altvertraute Rellinger Kirche in neuem Glanz! Ich bin gespannt, was durch die veränderte Beleuchtung erscheinen wird. Nicht ohne Grund sagt der Volksmund: Versuche doch einmal, das bei anderem Licht zu betrachten! Wer vor zweitausend Jahren einen Gekreuzigten ansah, zum Beispiel, sah jemanden, der gescheitert war. Erst das Licht des Ostermorgens änderte das: Es entstand Vertrauen, dass mit Gott an der Seite sich Gewalt und Unglück gewaltfrei überwinden lassen, Auf(er)stehen möglich ist. Nun machte es Sinn, die Geburt dieses Jesus aus Nazareth zu feiern: ohne Kreuz keine Krippe, ohne Ostern kein Weihnachten. An Weihnachten geht ein neuer Stern auf:
Sein Licht lässt niemanden in der Finsternis zurück. Die Hirten folgen ihm genauso wiendie weisen Könige. Sie treffen aufeinander in einem dunklen Stall. Doch da strahlt ein Hoffnungsfunke auf: Wenn wir uns hier zusammenfinden, zusammen beten, wir, die wir einander sonst wohl nie wirklich wahrgenommen hätten, dann…könnte dieses Kind vielleicht auch andere Menschen einander neu ansehen lassen? Als Geschwister, die Vater und Mutter im Himmel gemeinsam haben, zusammen dem Friedenslicht folgen. Dieses Weihnachtslicht in mein Leben leuchten zu lassen, könnte etwas ändern: Morgens nicht mehr so kritisch vor dem Spiegel meine vermeintlichen Mängel in den Blick nehmen, lieber mich freuen, dass auch ich einen Funken des Lichts im Herzen trage, das Gottes Weihnachtsgeschenk an alle ist. Das strahlt aus! Mittags werden aus Menschen, die mit mir um etwas als Gegner konkurrieren, Partner, die wie ich ähnliche Bedürfnisse und Interessen haben, mit denen ich mich zusammentun kann. Abends nicht mehr besorgt einschlafen mit dem Gedanken, was da alles bei Licht betrachtet nicht gut genug gelaufen sein könnte, sondern warm im Herzen spüren: In Gottes Liebeslicht sind wir alle gut genug, können uns sehen lassen.
Rund um den Globus zünden Menschen Kerzen an, um Licht und Wärme in die Welt zu bringen, als Zeichen dafür, wer wir Menschen sind: Boten des Lichts, das alle erleuchten und selig machen will. Das Volk, das im Dunkeln wandert, sieht ein großes Licht! Auf dass Friede auf Erden werde.

Ihre Pastorin Iris Finnern

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